Der Elektroauto-Riese Tesla macht heute Schlagzeilen, weil er eine massive Rückrufaktion einleitet, die fast alle der 2,2 Millionen Autos betrifft, die er in den USA verkauft hat. Der Grund für diese beispiellose Rückrufaktion ist die Schriftgröße der Warnleuchten für Bremse, Parkbremse und Antiblockiersystem auf der Instrumententafel, die als zu klein erachtet wurde und die Sicherheit des Fahrers potenziell gefährdet.

Laut einer Rückrufmitteilung bei der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) sind diese wichtigen Warnleuchten aufgrund der winzigen Schriftgröße schwer zu lesen, was das Unfallrisiko deutlich erhöht. Noch alarmierender ist, dass die Schriftgröße gegen bundesstaatliche Sicherheitsstandards verstößt, wie die Aufsichtsbehörde betonte.
Trotz dieses Schriftartproblems stellte ein kürzlich veröffentlichter Bericht der NHTSA vom 30. Januar klar, dass es keine dokumentierten Fälle von Unfällen, Verletzungen oder Todesfällen gibt, die direkt mit den problematischen Warnleuchtenschriftarten in Verbindung stehen. Tesla ergreift rasch Maßnahmen, um dieses Sicherheitsproblem zu beheben, indem es ein kostenloses drahtloses Softwareupdate anbietet, das das Problem mit der Schriftgröße behebt.
Darüber hinaus plant der Autohersteller, ab dem 30. März Benachrichtigungsschreiben an die Besitzer zu senden, um sicherzustellen, dass sie über die notwendigen Schritte zur Lösung des Problems informiert sind. In einer anderen Entwicklung hat die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) ein aufkommendes Problem mit der Servolenkung in ausgewählten Tesla-Fahrzeugen zur Kenntnis genommen.
Am Donnerstag gab die Behörde bekannt, dass sie aufgrund von Berichten über Probleme mit der Servolenkung bei einigen Tesla-Modellen 3 und Y (Modelljahr 2023) eine vorläufige Evaluierung eingeleitet habe. Die NHTSA teilte mit, dass sie insgesamt 2.388 Beschwerden über Fahrer erhalten habe, die bei diesen spezifischen Modellen die Kontrolle über die Lenkung verloren hätten.
Als Vorsichtsmaßnahme wurde eine technische Analyse eingeleitet, ein notwendiger Schritt, bevor ein formeller Rückruf in Betracht gezogen wird. Teslas jüngste Maßnahmen zeichnen ein Bild von erhöhtem Sicherheitsbewusstsein. Im Januar rief das Unternehmen fast 200.000 Fahrzeuge in den USA zurück, da es bei eingelegtem Rückwärtsgang zu möglichen Fehlfunktionen der Rückfahrkamera kommen könnte.
Dies folgt auf eine umfangreiche Rückrufaktion im Dezember, bei der Tesla über 2 Millionen Fahrzeuge vier verschiedener Modelle zurückrief. Auslöser für die Rückrufaktion war ein Fehler im Autopilot-System des Unternehmens. Der Rückruf war das Ergebnis einer langwierigen Untersuchung der NHTSA zu einer Reihe von Unfällen, von denen einige tödlich verliefen und mit der Autopilot-Technologie in Zusammenhang standen.
